Gegründet 1835 verrät ein Foto aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, welches das damalige Geschäftsportal des kleinen Stahlwarenfachgeschäftes in der Wiener Siebensterngasse zeigt.

Das aktuelle Erscheinungsbild des von einigen Kunden liebevoll Schmuckkästchen genannten Familienbetriebes stammt aus den 1930-er Jahren.

Stolz steht Placido Lorenzi jun. im gerade neu eingerichteten Verkaufsraum seines Vaters Zeno. Dieser kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Ortschaft Mortaso im norditalienischen Trentin nach Wien und heiratete eine geborene Lorenzi, die den Betrieb ihrer Eltern und Großeltern in die Ehe einbrachte. Jener Placido, dessen Namen das oben abgebildete Portal ziert, war Zenos Schwiegervater.
In den 1930-er Jahren erweiterte Zeno Lorenzi den Geschäftsberieb auf drei Niederlassungen, die er später an seine drei Söhne übergab.
Das ehemalige Hauptgeschäft in der Märzstraße 9 im 15. Bez. ging an Frederico und wurde bis ins Jahr 2004 von dessen Tochter Erna Lorenzi betrieben.
Die Filiale in der Magarethenstraße im 5
. Bez. wurde von Guiseppe Lorenzi noch bis 1970 weitergeführt.
Das kleine Geschäft in der Siebensterngasse leitete nun der junge Placido Lorenzi. Als dieser im Jahre 1945 leider viel zu früh starb, sprang seine Frau Rosa ein, und holte die Ausbildung zur Messerschmiedmeisterin im eigenen Betrieb nach, um diesen weiterführen zu können.

Im Jahre 1974 übergab Rosa Lorenzi die Firma offiziell an ihre Tochter Elvira. Nachdem diese die Ausbildung zum Messerschmied und Einzelhandelskaufmann abgeschlossen hatte, studierte sie in Wien Gesang und folgte sodann ihren Bühnenengagements nach Deutschland und in die Schweiz. Im Jahre 1981 verlegte Elvira ihren Lebensmittelpunkt nach Wien, und übernahm die Leitung des Kleinunternehmens.
Am 01. März 2005 hat Andreas Lorenzi (links im Bild) den Familienbetrieb in der sechsten Generation übernommen und um eine größere Schleifwerkstatt mit eigenem Standort erweitert.